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Gestaltung von Lernprozessen

Es gibt eine Fülle von Begriffen für die Begleitung und Beratung von Menschen, die sich weiterentwickeln und Lernen wollen. Diese „Beratungsarbeit“ ist zusammenzufassen in drei Aufgabenbündel:

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Coaching
Lernprozessbegleitung
Lernberatung


Beim Coaching handelt es sich, um die Unterstützung von Personen, die ein von ihnen gewähltes und bestimmtes Arbeitsziel (z.B. als Torwart mehr Bälle halten zu können oder besser führen können) erreichen wollen. Coaching ist eine sehr offen gestaltbare personenorientierte Beratung zu Fragen des beruflichen Kontextes. Sie ist eine Interaktion von Experten: Der Kunde ist Experte seines Faches, der Berater/Coach ist Experte für den Umgang mit diesen Problemen.


Die Lernprozessbegleitung ist die professionelle Begleitung von Personen, die ihren eignen Lernprozess organisieren. Sie ist ebenfalls eine Interaktion von Experten: Der Kunde ist Experte in seinem Berufsfeld, der Berater/Lernprozessbegleiter ist Experte für Lernen.

Lernprozessbegleitung richtet sich auf den Lernweg, den Lernbedarf und die Lernplanung, sowie auf die Lernhindernisse und die Lernerfolge einer Person, die ihre Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kompetenzen zur Erreichung persönlicher und beruflicher Ziele erweitern und verändern möchte. (z.B. die Kompetenzen eines Netzwerkadministrators erwerben oder die Fähigkeiten eines Lehrers zum führen eines Elternabends u.ä.).

Die Unterstützungsleistung ist, anders als beim Coaching, eindeutiger geprägt: Es geht um die Begleitung von Lernprozessen einer Person, die sich aus- oder weiterbilden will (das kann in geregelten und ungeregelten Bildungssituationen geschehen).

Die Handlungsfelder, die dabei berührt werden, sind relativ vielfältig. Es geht um die Beratung für selbstgesteuertes Lernen und dafür ist auch der Erkenntnisprozess über den individuellen Lernbedarf zu begleiten. Es beinhaltet Coaching Anteile immer dann, wenn personale und soziale Kompetenzen entwickelt werden. Die Reflexion von Erfahrungen ist ein zentrales Instrument einer solchen Begleitung, die Erfahrungen über die Generierung von Wissen dem Lernen zugänglich macht. Es gehört dazu die Sicherung der neuen Erkenntnisse und Erfahrungen und deren Dokumentation genauso wie die Unterstützung bei der Gestaltung eines lernförderlichen Umfeldes – im Betrieb und zu Hause.


Bei der Lernberatung sind Tätigkeiten einer Beratung angesiedelt, die sich auf die Berufsorientierung/ Berufsfindung und beruflichen Veränderungen (Berufsberatung/ Laufbahnberatung) in der Biografie einer Person beziehen.
Sie hat eine berufsbiografische Zielrichtung und unterstützt individuell dabei, die eigenen Kompetenzen zu erkennen und eigene berufliche Orientierung verfolgen zu können (z.B. Was kann ich nach der Kinderphase beruflich tun?).

Lernberater helfen beim Inventarisieren bereits biografisch erworbener Fähigkeiten, Fertigkeiten, Wissen und Erfahrungen, persönlicher Neigungen und Interessen. Ebenfalls unterstützen sie Personen, sich einen Überblick über Berufe, Arbeitsfelder und Beschäftigungsmöglichkeiten zu verschaffen. Diese Beratung bezieht auch die dafür jeweils sinnvollen und individuell möglichen, rechtlich geordneten, aber auch die nicht staatlich regulierten Bildungswege mit ein.

Lernberatung ist eine Interaktion zwischen Experten: Kunde ist der Experte seiner (beruflichen) Biografie. Der Lernberater/Berufsberater ist der Experte für die Identifikation von Kompetenzen und Berater für Bildungswege und Berufsberatung.


Gestaltung von Lernprozessen durch










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Coaching:
sehr offen gestaltbares individuelles Angebot der Begleitung von Veränderungsprozessen der Person oder durch die Person.
»» individuell-situative Ausrichtung der Unterstützungsleistung auf ein definiertes Ziel hin

Lern(prozess)begleitung:
Fachberatung für (selbstgesteuerte) Lernwege
Lernbedarf erkennen
Coaching
Begleitung der Reflexion
Beratung der Wissenssicherung
Gestaltung von Lernumgebungen
»» Ausrichtung auf die Begleitung von Lernprozessen einer Person

Lernberatung:
Beratung der Inventarisierung von Kompetenzen
Beratung für Bildungswege
»» Ausrichtung auf Berufsfindung und Berufsberatung


Diese drei Gestaltungs- und Begleitungsfunktionen haben unterschiedliche Zielrichtungen oder, aus der Sicht des „Beraters“, einen jeweils unterschiedlichen Fokus. Sie sind sinnvoll und geeignet, Menschen in ihren Entwicklungsprozessen zu unterstützen. Die Person, die sich entwickeln will, sollte sich vorher genau überlegen und mit seinem „Berater“ absprechen, welche Unterstützungsleistung er sich erwartet, ebenso wie der Berater wissen muss, welches Handwerkszeug er beherrschen muss, und ob er die gewünschte Leistung erbringen kann. Es kann durchaus eine Person alle Anforderungen abdecken, aber das muss nicht sein.

Potenziale für zukünftiges Lernen liegen in dem Prozess, informell erworbene Kompetenzen sichtbar und bewusst zu machen. Sie sollten u. a. das Ergebnis der Reflexionsgespräche einer professionellen Lernprozessbegleitung sein, und sie sollten bei der Erstellung persönlicher Kompetenzportfolios in der Lernberatung erschlossen und darstellbar werden. Ein weiteres Entwicklungsgebiet für die Berufsbildung liegt in der Begleitung von Arbeitssituationen, die stark situativ wahrnehmungsgeleitet gestaltet werden müssen und sich generell einem rein zweckrationalen Vorgehen entziehen und stärker kreative oder künstlerische Handlungsanteile enthalten.


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