|
Berufsakademien: Verbindung von Theorie und Praxis
Das Studium an der Berufsakademie ist durch den dualen Ansatz geprägt und verbindet nicht nur Theorie und Praxis sondern auch Studium und Ausbildung. Die Studierenden absolvieren eine wissenschaftliche Ausbildung an der Akademie, die durch eine betriebliche Ausbildung in einem Ausbildungsunternehmen ergänzt wird. In ständigem Wechsel durchlaufen sie Theorie- und Praxisblöcke, die in der Regel jeweils zwölf Wochen dauern. Die Absolventen sind also gleichzeitig Studierende an der Staatlichen Berufsakademie und Angehörige eines Betriebes, mit einem vertraglichen Ausbildungsverhältnis und entsprechender Vergütung. Als Zugang zur Berufsakademie benötigt man eine allgemeine oder eine fachgebundene Hochschulreife und einen entsprechenden Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen, das mit der Berufsakademie kooperiert. Die Vorteile eines solchen Werdegangs liegen auf der Hand: Theoretisches Wissen wird direkt in der Praxis anwendbar, berufliche Erfahrungen werden schon gleich im Studium gemacht, der Einstieg ins Berufsleben fällt damit leichter. Zudem lassen sich schon während des Studiums gute Kontakte zu möglichen Arbeitgebern knüpfen. Das Studium an einer Berufsakademie eignet sich auch gut zur Qualifikation bewährter Mitarbeiter, ohne dass diese Mitarbeiter das Unternehmen für ein Studium verlassen müssen. An Berufsakademien geht es nicht darum, neue Erkenntnisse auf wissenschaftlicher Basis zu erlangen sondern mehr darum, Anwendungswissen zu erlernen, um später pragmatische Lösungen anbieten zu können, als um die Aneignung von spezifischem Grundlagenwissen als Vorraussetzung für eigene, neue Entwicklungen. Das Studium schließt nach drei Jahren mit dem akademischen Grad eines Bachelor ab. Falls ein Studiengang noch nicht auf den neuen Abschluss umgestellt ist, erwirbt der Absolvent i. d. R. ein Diplom mit dem Zusatz BA. |